Ist meine Wohnung "frettchensicher"?

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Ob die Wohnung wirklich frettchensicher ist, zeigen einem die Kleinen am besten selbst. Man kann allerdings auf die grundlegenden Dinge achten:

 

 

Öffnungen

Es gibt in jeder Wohnung mit Sicherheit eine Öffnung, die man vergessen hat, abzudecken. Steht der Schrank weit genug an der Wand? Kommt man gut unter / hinter das Sofa, um die Kleinen dort herauszuholen oder evtl. auch Hinterlassenschaften wegzuwischen?

Wie sieht es in der Küche aus? Schließt die untere Küchenleiste ab? (Einmal auf den Boden legen, bitte!)

Wie man solche Öffnungen und Löcher am besten zudeckt, bleibt jedem selbst überlassen. Es sollte nur reiß- und kratzfest sein – Socken reinstopfen hilft nicht!

 

Türen

Frettchen können so leise sein, dass man manchmal gar nicht merkt, dass gerade eins neben einem steht. Wie groß ist also die Gefahr sie einzuquetschen. Also: Augen auf! Vor allem aber auf Zugluft achten, damit die Tür nicht plötzlich zuknallt.

Aber auch offene Türen haben ihre Macken.

Einmal, vor ein paar Jahren: Ich war nur kurz am Briefkasten, Tür angelehnt, die Frettchen haben tief und fest geschlafen. Als ich die Treppe wieder hoch kam stand Luna schon im Treppenhaus und betrachtete die Wohnungstür der Nachbarin…

 

    Schränke und Schubladen

 Einmal gesehen, dass die Tür aufgeht, müssen die kleinen Wusel natürlich wissen, was es dort zu entdecken gibt. Mit allen Kräften werden sie nun versuchen, die Tür oder die Schublade aufzubekommen – und meistens werden sie es schaffen.

Grundsätzlich sollte man also alle gefährlichen Dinge wie Putzmittel, Medikamente etc. möglichst weit oben verstauen. Damit man aber auch nicht jeden Tag die Schränke wieder neu einräumen muss, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Man könnte zum Beispiel die Türen mit Schiebereglern versehen. Dies ist zwar eine der sichersten Maßnahmen, aber meist nichts fürs Auge.

Ich habe an vielen Türen und Schubladen Magnete befestigt – die angeblich 6kg aushalten sollen, wäre da nicht die Hebelwirkung. Also habe ich pro zu öffnende Ecke zwei Magnete, einen unten und einen an der Seite (allerdings nicht höher als 30cm). Bisher hat das gehalten.

 

Steckdosen

Die Löcher in der Wand – die muss sich fast jedes Frettchen irgendwann einmal mal genauer ansehen. Kindersicherungen sind zwar nervig, aber sinnvoll. 

 

Fenster

Offene, sowie gekippte Fenster stellen eine Gefahr da – einquetschen, runterfallen, entlaufen… Entweder man achtet gleich darauf, dass die Kleinen nicht in die Nähe des Fensters gelangen (und 60cm Abstand zum nächsten Stuhl ist hier kein Hindernis) oder man geht auf Nummer sicher und schraubt sich ein Gitter davor. Für Katzen ist so etwas im Handel erhältlich. Vorsicht: Das Gitter muss auch die Oberseite abdecken, Frettchen klettern gerne!

 

Balkon

„Der Balkon ist katzensicher, da machen Sie sich mal keine Sorgen“ sagte meine Vermieterin. Aber katzensicher ist noch lange nicht frettchensicher! Obwohl es mir dadurch leicht fiel, auch die restlichen Ritzen abzusichern. Die meisten Balkone eignen sich allerdings nicht, gerade bei Mietwohnungen. Man könnte versuchen, durch mind. 100cm hohe Plexiglasscheiben eine auch fürs Auge schöne Sicherung zu meistern.

Gefahr könnte aber auch von oben kommen, z.B. Greifvögel, die einen guten Blick auf einen offenen Balkon erhaschen können und Hunger haben…

Auch Vorsicht bei sehr grobem Putz an den Außenwänden. Neulich habe ich von einem Frettchen gehört, das die Wand hochgeklettert ist…

 

Decken, Tücher, Wäscheständer

Also, Handtücher im Bad neben dem Waschbecken aufhängen ist eigentlich nicht mehr sinnvoll. Die Kleinen werden irgendwann versuchen, dort hochzuklettern. Und entweder liegt das Handtuch dann auf dem Boden, oder es sitzt ein Frettchen im Waschbecken.

Auch Tischdecken eignen sich wunderbar, um daran auf den Tisch zu gelangen – oder die Kekse Tisch runter zu holen.

 Außerdem bitte vorm Hinsetzen auf Decken, die auf dem Bett oder Sofa etc. liegen, achten. Besser einmal zu viel drunter geschaut, als sorglos drauf gesetzt…

 

Plastiktüten                                                              

Ein (fast) absolutes Tabuthema sind Plastiktüten – Erstickungsgefahr, zumindest wenn kein Mensch daneben steht und wirklich aufpasst. Denn leider sind sie so interessant – jedes Frettchen liebt Plastiktüten. Als Alternative kann man mal aus Versehen eine stabile Papiertüte liegen lassen, die sind zwar nicht ganz so toll, tun es aber auch im Notfall.

 

Bänder, Seile, Fäden

Ich gestehe, erst einmal musste ich lachen, als Mia einmal zu mir kam und mein Haargummi um den Hals trug. Allerdings ist das nicht wirklich lustig, denn einmal in irgendwelchen Bändern oder Fäden gewickelt und hängen geblieben kann das zu schwerwiegenden Verletzungen führen.

 

Waschmaschine

Nichts ist gemütlicher als ein Wäschekorb. Und es riecht dort so schön nach Frauchen oder Herrchen. Und wenn ein Frettchen erst einmal in einen tiefen Schlaf gefallen ist, wacht es auch so schnell nicht wieder auf. Also besser noch einmal den Wäschekorb durchsehen bevor man die Klamotten in die Waschmaschine steckt. Ich gestehe, dass ich vor dem Anstellen der Maschine immer noch einmal alle Frettchen durchzähle...

 

Heiße Angelegenheiten

Zigaretten, Bügeleisen, Kerzen etc. sind vielleicht auch im ersten Moment interessant – aber brandgefährlich. Auch Kerzen, die beispielsweise hochgestellt wurden, aber durch ruckeln am Tisch umfallen könnten. Am besten solche Dinge nicht aus den Augen lassen und/oder gut absichern. Ach so, und Zitat: „Rauchen fügt Ihnen und Menschen (Tieren) in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu!“

 

Hitze

Ab 20Grad wird es den kleinen Tieren schon ganz schön warm. Im Sommer also unbedingt für Abkühlung sorgen – nasse Tücher auf den Käfig legen, eine Schüssel zum Baden hinstellen, Eiswürfel anbieten… der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Bei einem Hitzschlag bitte den nächsten Tierarzt aufsuchen und vorsichtig abkühlen lassen, nicht ins kalte Wasser tunken oder solche Aktionen, das Tier könnte einen noch größeren Schock erleiden.

  

 

 Hier habe ich nur einige Vorschläge aufgeschrieben. Meistens entwickelt man im Laufe der Zeit die für einen persönlich am besten geeigneten Möglichkeiten und die Wusels finden immer neue Ideen, wie man seine Mitmenschen auf Trab halten kann. Ich wünsche dir also viel Spaß beim Basteln!